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Betriebsbedingte Kündigung

25.02.2014 - Wenn Sie eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen möchten, weil Sie in Ihrem Unternehmen eine Hierarchieebene streichen, dann sollten Sie Folgendes wissen.

Berechtigte Gründe

Eine "betriebsbedingte Kündigung" setzt voraus, dass dringende betriebliche Erfordernisse einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers entgegenstehen. Auch der Abbau einer Hierarchieebene kann ein solcher Grund sein. Der Arbeitgeber muss demnach eine unternehmerische Entscheidung getroffen haben, die zum Wegfall des Arbeitsplatzes geführt hat.

Arbeitgeber muss unternehmerische Entscheidung rechtfertigen

Die Streichung einer Hierarchieebene kann natürlich tatsächlich dazu führen, dass die Beschäftigungsmöglichkeit des Arbeitnehmers wegfällt. Oft führt diese Art der Umgestaltung der Firmenstruktur jedoch nur dazu, dass Arbeitsaufgaben nur neu verteilt werden und nicht tatsächlich entfallen sind. Dann kann ein Gericht prüfen, ob die Entscheidung unsachlich oder willkürlich ist.

Umfang der ausgeübten Tätigkeiten entscheidend

Der Arbeitgeber muss darlegen, dass die künftig anfallende Arbeit vom verbliebenen Personal erledigt werden können, ohne dass auf diese mehr Arbeit zukommt. Müssen diese etwa künftig mehr Überstunden leisten, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass die Arbeit nicht entfallen ist. Eine Kündigung ist nur wirksam, wenn der Arbeitgeber nachweist, dass die ausgeübte Tätigkeit wirklich weggefallen ist.

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