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Einheitlicher Zahlungsverkehr: Bargeldloses Bezahlen bleibt einfach

06.11.2013 - Das bargeldlose Einkaufen ist in Deutschland längst Alltag und mittlerweile auch sehr leicht. Möglich macht es das elektronische Lastschriftverfahren im Handel. Auch nach der Einführung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs wird dies so bleiben. Die Umstellung auf SEPA soll für Verbraucherinnen und Verbraucher so einfach wie möglich sein. Das heißt, die Bevölkerung muss das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) beim Zahlen an der Ladenkasse bis zum 1. Februar 2016 nutzen können.

Elektronisches Lastschriftverfahren

Das Verfahren hat der deutsche Handel entwickelt. Dabei liest das Gerät an der Kasse die Kontoinformationen für eine Einzugsermächtigung aus dem Magnetstreifen der Bankkundenkarte. Mit der Unterschrift des Kunden ist der Händler berechtigt, den vereinbarten Betrag einzuziehen. Das Verfahren ist bei Händlern und Verbrauchern beliebt, weil es einfach und kostengünstig ist. Trotzdem wird der Handel das ELV auf die SEPA-Standards umstellen, allerdings erst bis Februar 2016. Die übrigen nationalen Überweisungs-und Lastschriftverfahren werden ab 1. Februar 2014 durch die SEPA-Zahlverfahren ersetzt.

Zahlen mit Karte und PIN

Das Zahlen mit Bankkundenkarte und der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) ist mit SEPA vereinbar. Alle Bankkundenkarten werden bis zum Stichtag auf SEPA umgestellt. Auf der Karte sind dann die internationale Kontonummer IBAN und die internationale Bankleitzahl BIC angegeben. Im Vergleich zum ELV ist diese Zahlungsweise ebenso leicht, allerdings teurer - für den Handel wie für die Verbraucher. 0,3 Prozent des Umsatzes muss der Händler für jeden Vorgang an die Bank abführen. Zwar erhält der Händler vorab die Gewissheit, dass das Konto entsprechend  gedeckt ist, doch die Kreditwirtschaft lässt sich die Prüfung bezahlen. Diese Kosten werden durch höhere Preise wieder vom Handel reingeholt. Damit zahlen auch Bargeldkunden diese Kosten mit.

Verbraucher haben etwas mehr Zeit

Während Unternehmen und Vereine bis Februar kommenden Jahres ihre Finanztransaktionen umgestellt haben müssen, haben private Bankkunden mehr Zeit. Wer für eine Überweisung IBAN und BIC nicht zur Hand hat, kann einstweilen noch Kontonummer und Bankleitzahl nutzen. Die Bank stellt bereits die bestehenden Daueraufträge und erteilte Einzugsermächtigungen für Verbraucherinnen und Verbraucher automatisch auf SEPA um.

Anträge mit IBAN

Daueraufträge und Einzugsermächtigungen dagegen, die Verbraucher ab dem 1. Februar 2014 veranlassen, müssen allerdings schon die IBAN enthalten. Auch auf vielen Antragsbögen sind bereits die neuen Angaben nötig, zum Beispiel für Kindergeld, Elterngeld oder die Rente.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt